EXPOSED-Impuls zum 16. Oktober: "Nepal: Demütiges Engagement gegen Korruption"


Korruption ist ein großes Thema in Nepal. In diesem Land machen Christen nur ein Prozent der Bevölkerung aus. Aber auch die christliche Minderheit unterscheidet sich nicht wirklich vom Rest der Gesellschaft, wenn es um Korruption geht. Im Gegenteil: In den vergangenen Jahren wurden gerade unter Christen einige Korruptionsfälle bekannt. Aber ein paar mutige Christen in Nepal haben beschlossen, etwas dagegen zu tun. Sie formulierten eine Selbstverpflichtung, mit der sie zum Aufbau eines Landes beitragen wollen, dass von „Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Frieden“ geprägt ist. Ein Land, das frei von Korruption ist.

Thir Bahadur Koirala von der Micha-Initiative Nepal hat sich dieser Bewegung angeschlossen und Workshops für christliche Leiter in Nepal organisiert. Viele der Teilnehmer kamen zur Auffassung, dass sowohl Aufklärung als auch der aktive Kampf gegen Korruption nötig sind und Christen dabei eine entscheidende Rolle spielen sollten. In allen Distrikten Nepals begannen Christen auf ihre Politiker zuzugehen und ihnen von der Selbstverpflichtung zu berichten. Diese demütige Aktion war bemerkenswert und kraftvoll. Haben doch viele der christliche Leiter in ihrem Leben schon viel an Verfolgung und Diskriminierung hinnehmen müssen – nicht selten mit Unterstützung von staatlichen Stellen. Doch nicht nur auf der Distriktebene haben nepalesische Christen Politiker angesprochen – sie bekamen sogar Termine mit dem Präsidenten und dem Premierminister des Landes.

Korruption ist nach wie vor ein großes Thema in Nepal. Aber die engagierten Christen in Nepal haben mutig erste Schritte unternommen und zeigen uns, dass sich die Beziehungen zwischen Kirche und Politik verändern können – selbst in der Verfolgung.

Fragen:
x In welchen Zusammenhängen gehe ich selbstverständlich davon aus, dass Christen die „besseren Menschen“ sind?
x Wann werde ich selbst für Korruption oder finanziell nicht ganz eindeutige Geschäfte anfällig?
x Im Psalm 15 lesen wir, wer vor Gott bestehen kann. Macht mich das so demütig wie die Christen in Nepal?

Beten:
x Für Thir, seine Famile und alle Christen in Nepal, die sich gegen Korruption engagieren.
x Für alle Christen, die unter Verfolgung leiden (mehr Informationen bei www.opendoors.de).
x Für gelingende Beziehungen zwischen Kirche und Politik in allen Teilen der Welt.

Handeln:
x Ich bestelle mir „Mein Engagement“ Karten und überlege gemeinsam mit anderen, wozu welchem persönlichen Engagement wir uns verpflichten möchten. Mehr auf www.exposed2013.de.

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