100 Millionen beten für Ende der Armut


(idea, London, 05.01.2010) Hohe Ziele für das Jahr 2010 setzt sich die internationale christliche Micha-Initiative. Sie engagiert sich für die Verwirklichung der Millenniums-Entwicklungsziele, die die Vereinten Nationen vor zehn Jahren beschlossen haben.

 

Dazu gehört vor allem die Halbierung der extremen Armut bis 2015. Die Micha-Initiative will in diesem Jahr 100 Millionen Christen zum Gebet für dieses Ziel mobilisieren. Außerdem sollen sich zehn Millionen Menschen am 10. 10. 2010 zum Kampf gegen die Armut verpflichten. Ferner sollen 1.000 führende Politiker zum Handeln aufgefordert werden. Der Internationale Direktor der Micha-Initiative, Joel Edwards (London), mahnt dazu, nicht zur Tagesordnung übergehen. Eine Milliarde Menschen müssten jeden Tag hungern. Daher müsse man den Politikern immer wieder ins Bewusstsein rufen, dass man gemeinsam das Leben von Menschen verändern könne. Im September des Jahres 2000 waren hochrangige Vertreter von 189 Ländern, die meisten von ihnen Staats- und Regierungschefs, zu einem Gipfeltreffen am Sitz der Vereinten Nationen in New York zusammengekommen. Sie verabschiedeten die Millenniumserklärung, die acht globale Ziele mit konkreten Vorgaben festlegt. Zur Unterstützung wurde im Jahr 2004 die Micha-Initiative der Weltweiten Evangelischen Allianz gegründet. Der Name erinnert an die Mahnung des alttestamentlichen Propheten Micha: „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist, und was der Herr von dir fordert, nämlich Recht tun und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott“ (Micha 6,8). Nationale Micha-Initiativen gibt es inzwischen in 40 Ländern. In Deutschland wurde sie 2005 von der Evangelischen Allianz ins Leben gerufen. Die entsprechende Schweizer Initiative nennt sich StopArmut 2015.