Dokumentation zum Hintergrund der Micha-Initiative


(Bonn/Leipzig, 14.12.2009) In einer breit angelegten Dokumentation begründen Theologen, Missionswissenschaftler, Wirtschaftswissenschaftler und Entwicklungshelfer, warum das Anliegen der Micha-Initiative begründet ist und Christen nicht von biblischen und geistlichen Anliegen wegführt, sondern im Gegenteil aus der Botschaft des Evangeliums erwächst.

Im Jahr 2004 haben die Weltweite Evangelische Allianz und das Micha-Netzwerk die internationale Kampagne „Micah Challenge" gegründet. Mittlerweile gibt es Micha-Kampagnen in 40 Ländern. 2005 hat sich die Deutsche Evangelische Allianz mit der Micha-Initiative Deutschland dieser weltweiten Bewegung angeschlossen, in der Schweiz gibt es entsprechend die Initiative „StopArmut 2015". Die Micha-Initiative wird seitdem von einem breiten Unterstützerkreis getragen, dem verschiedene christliche Hilfs- und Missionswerke, Kirchen und Dachverbände angehören. Die Micha-Initiative will Entscheidungsträger motivieren und an ihre Zusagen erinnern. So hat Deutschland im Jahr 2000 gemeinsam mit den meisten anderen Staaten der Welt die Millenniumsziele beschlossen, die unter anderem bis zum Jahr 2015 weltweit extreme Armut halbieren wollen. Zudem möchte die Micha-Initiative die Stimme von Christen aus dem globalen Süden hörbar machen und Christen aus dem Norden dafür begeistern, sich mit ihrem Lebensstil sowie in ihrem Gebets- und Gemeindeleben für mehr Gerechtigkeit einzusetzen. Das Leitmotto der Initiative ist ein Vers aus dem Buch des Propheten Micha: „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist, und was der Herr von dir fordert, nämlich Recht tun und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott." (Micha 6,8).

Nun haben sich das Nachrichtenmagazin idea, das Hilfswerk Gebende Hände, die Akademie für Weltmission (AWM) der AEM in Korntal, die Deutsche Micha-Initiave, das Schweizer Gegenstück ‚StopArmut 2015‘ mit dem Jahrbuch des Martin Bucer Seminar zusammen zu einer breit angelegten Dokumentation zusammengetan. In ihr begründen Theologen, Missionswissenschaftler, Wirtschaftswissenschaftler und Entwicklungshelfer, warum das Anliegen der Micha-Initiative begründet ist und Christen nicht von biblischen und geistlichen Anliegen wegführt, sondern im Gegenteil aus der Botschaft des Evangeliums erwächst. Christen teilen das Anliegen der UN und aller Menschen, dass die Armut im globalen Maßtab reduziert werden muss, will dies aber bewusst auf eine ihr eigene Art tun. So kann sie gleichzeitig die Gefahr politischer Rhetorik und die Beschränkungen staatlicher Entwicklungshilfe, ja überhaupt die Herrschaft des Bösen in dieser Welt nüchtern ansprechen, und zugleich an die verändernde Kraft des Evangeliums und der Liebe glauben, die gerade dort den Neuanfang und Gerechtigkeit schaffen kann, wo ihn keiner für möglich hält oder der Mut fehlt.

Herausgeber sind der Korntaler Agrarsoziologe und Dozent für Transformative Entwicklungszusammenarbeit‘ Andreas Kusch, Korntal, und der Bonner Ethiker und Religionssoziologe Thomas Schirrmacher. Neben ihnen gehören zu den Autoren Vertreter der deutschen Micha-Initiave (Dr. Detlef Blöcher, Daniel Rempe, Rolf Zwick), der Schweizer Initiative (Markus Meury), der Vorsitzende der SMD und emeritierte Professor für Volkswirtschaftslehre und die renommierten internationalen evangelikalen Entwicklungsexperten René Padilla aus Ecuador und Vinoth Ramachandra aus Sri Lanka.

>> Zur Bestellung der Dokumentation "Der Kampf gegen die weltweite Armut - Aufgabe der Evangelischen Allianz?"